13.11.2011 11:00

Alle reden vom Strom. Was ist mit der Wärme?

Politischer Frühschoppen der Grünen in der Gaststätte Grüner Baum in Obermenzing


Am 13. November fand der letzte Politische Frühschoppen des Jahres 2011 der Grünen des Ortsverbandes Pasing-Aubing statt. Diesmal drehte sich alles um das Thema Wärme und gleich drei fachkundige Referenten gaben einen umfassenden Einblick in die verschiedensten Aspekte.

Der Nebenraum in der Gaststätte Grüner Baum war gut besucht als der erste Referent Dipl. Ing. (FH) Michael M. Becker mit seinem Vortrag „Unsere Heizung – heute und morgen“ begann. Der Vortrag startete mit einem Überblick der Endenergieverbräuche in Deutschland und stellte anschaulich dar, dass bei den Nutzungsformen die Wärme mit 52 % deutlich vor Verkehr (27 %) und Strom (21 %) lag. Es folgte eine Vorstellung der möglichen Heizungsanlagen und endete mit einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Der anschließende Vortrag „Heizen ohne Feuer = Heizen auf niedrigstem Temperaturniveau“ von Dipl. Ing. Jörg Spannig konzentrierte sich insbesondere auf die Erläuterung der Begriffe „Anergie“ und „Exergie“ und stellte dar, dass es intelligenter ist, mit Anergie zu heizen (auf niedrigstem Temperaturniveau) und die kostbare Exergie besser für andere Zwecke zu nutzen. Es wurden auch die Funktionsweisen von Wärmepumpen, Geothermie und Kraft-Wärme-Kopplung (= Fernwärme) erklärt und die Vorteile von Boden- und Wandheizungen dargelegt.

Der letzte Vortrag „Energiesparverordnung 2012 – der Staat fordert und fördert“ von Dipl. Ing. (FH) Axel Piesch gab einen guten Einblick in die Anforderungen aber auch die Fördermöglichken im Zusammenhang mit der EnEV 2012. Der Vortrag stellte die Abhängigkeit der EU-27 Staaten von Energieimporten und die Primärenergiebegrenzung im Gebäudebereich dar. Es wurden auch die neuen Anforderungen nach EnEV 2012 vorgestellt sowie die neuen Regeln zum Energieausweis 2012 erklärt. Abschließend behandelte der Vortrag Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für den Bauherrn aber auch neue staatliche Kontrollmechanismen.

Im Anschluss an die Vortragsreihe folgte eine angeregte Diskussion mit den Referenten und keine Frage blieb unbeantwortet.

Die Vorträge der Referenten sind in einer Präsentation zusammengefasst und stehen in unserem Download-Bereich als PDF-Dokument zur Verfügung.

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